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zur Farbenlehre Goethes

 

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Die subtraktive- und additive Farbmischung in der Farbenlehre Goethes

In diesem Vortrag soll gezeigt werden,  wie durch die wissenschaftliche Betrachtung der subtraktiven- und additiven Farbmischung (Mischung von farbigen Stoffen - Mischung von farbigen Lichtern) ein unabdingbarer Gestaltungsimpuls für die Kunst gewonnen werden kann.
Nach anfänglichen Experimenten wird schnell deutlich, wie sich die heutige Auffassung von derjenigen Goethes unterscheidet.
In Verbindung mit den Grundgedanken der Goetheschen Ästhetik wird hierdurch nicht nur dem tätigen Künstler ein wichtiges Gestaltungsmoment zu Bewußtsein gebracht, sondern auch dem Kunstinteressierten die besondere Kunstauffassung Goethes ein Stück nähergebracht..
In der Verbindung von Wissenschaft und Kunst wird die Goethesche Ästhetik "anschaubar", ist sie doch nicht bloßer Ausfluß einer überschwenglichen Phantasie, sonder durchgängig auf naturwissenschaftlichen Beobachtungen abgestützt. Damit wird deutlich, dass diese Ästhetik nicht einem willkürlichen Geschmacksurteil entspringt, sondern eine naturgegebene Notwendigkeit darstellt, die der Mensch auf seinem Weg in die Freiheit gestalten muß und zu gestalten vermag.
 

Referent: Ingo Ross